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Sind Wasserfilter sinnvoll oder eine unnötige Anschaffung?

Sind Wasserfilter sinnvoll oder eine unnötige Anschaffung?Bei Wasserfiltern scheiden sich die Geister: Manche finden sie sinnvoll und würden niemals darauf verzichten, andere wiederum halten sie für pure Geldverschwendung. Doch wer hat Recht? Sind Wasserfilter sinnvoll und filtern wirklich einige unerwünschte Stoffe aus dem Leitungswasser oder sind sie pure Geldverschwendung?

Unserer Meinung nach liegt die Wahrheit – wie so oft – irgendwo in der Mitte. In diesem Artikel möchten wir uns relativ differenziert mit dieser Frage auseinandersetzen und zeigen, welche Pro- und Contra-Argumente es für und gegen Wasserfilter gibt.

Deutsches Leitungswasser ist qualitativ hochwertig

Deutschland bietet mit Sicherheit eine der höchsten Wasserqualitäten weltweit. Das Leitungswasser kostet nur 0,003 Euro pro Liter (in Köln), ist normalerweise frei von Krankheitserregern und auch sonst sind keine Stoffe enthalten, die den Menschen umbringen werden.

Grundsätzlich kann man sich ohne Probleme nur von Leitungswasser ernähren und wird keine gesundheitlichen Nachteile erfahren. Dennoch gibt es einige Dinge, die Wasserfilter besser machen.

Entkalkung des Wassers

So sauber das Leitungswasser in Deutschland auch sein mag – Kalk ist dennoch enthalten. Diese Substanz ist für uns Menschen zwar ungefährlich, jedoch tun wir unseren Maschinen etwas Gutes, wenn wir sie mit kalkfreiem Wasser betreiben. Besonders hier sind Wasserfilter sinnvoll und erhöhen die Langlebigkeit der Geräte.

Nehmen wir das Beispiel einer Kaffeemaschine. Wenn man sie einige monatelang mit normalem Leitungswasser betreibt und sie dann einmal gründlich reinigt, merkt man erst, wie viel weiße Ablagerungen sich innerhalb der Maschine befinden. Das sieht äußerst unhygienisch aus und lässt die Lust auf frischen Kaffee drastisch schwinden.

Wenn man jedoch einen Wasserfilter benutzt, dann wird dieser Kalk vorher aus dem Leitungswasser herausgefiltert. Küchenmaschinen sollten deshalb unbedingt mit entkalktem Wasser betrieben werden. Dann sieht die Kaffeezubereitung nicht nur hygienischer aus, es erhöht sich auch die Lebenserwartung von Küchengeräten.

Das heißt also, dass Wasserfilter sinnvoll für die Entkalkung von Leitungswasser sind.

Schwermetalle aus Leitungsrohren

Die Kläranlagen mögen noch so gute Arbeit leisten: Wenn das Wasser die Wasseraufbereitungsanlagen verlässt, hat die Kläranlage keinen Einfluss mehr darauf. Das Wasser fließt also viele Kilometer durch Leitungsrohre und letztendlich noch durch die Rohre des Hauses bis es endlich aus dem Wasserhahn herausfließt.

Leitungsrohre sondern allerdings mit der Zeit verschiedene Schwermetalle ab, die sich daraufhin mit dem Leitungswasser vermischen. Das ist insbesondere in Altbauten ein Problem, in denen ältere Rohrleitungen verlegt sind, die nicht den heutigen Standards entsprechen. Das sind hauptsächlich veraltete Blei- und Kupferleitungen.

Auch hier sind Wasserfilter sinnvoll: Sie filtern die Schwermetalle aus dem Leitungswasser heraus und sorgen dafür, dass sie gar nicht erst in den menschlichen Körper gelangen.

Unfälle passieren

Zwar enthält Leitungswasser normalerweise keine Krankheitserreger, es kann jedoch immer mal wieder passieren, dass es zu Unfällen kommt, bei denen das Trinkwasser kontaminiert wird.

Normalerweise gibt es bei größeren Verunreinigungen Meldungen in der Presse, wie dieser Tage im Kreis Ahrweiler (September 2014). Dann wird öffentlich davor gewarnt, dass man das Leitungswasser verköstigt, bevor man es abkocht.

Jedoch: Wer sagt, dass jeder kleine Vorfall in der Presse erwähnt wird? Kann es nicht auch passieren, dass es zu kontaminierenden Vorfällen kommt, über die die Bevölkerung niemand informiert? Auch in solchen Fällen sind Wasserfilter sinnvoll und schützen vor der Aufnahme von schädlichen Substanzen.

Grenzwerte als Maß aller Dinge?

Der Staat legt fest, welche Stoffe bis zu welchem Grenzwert im Wasser enthalten sein dürfen. Die Grenzwerte können und werden immer mal wieder verändert.

Die Frage ist dabei, welche Experten sich wirklich sicher sein können, dass Substanz X in der Menge Y gesundheitsschädlich, in einer geringeren Dosis jedoch für den Menschen ungefährlich ist.

Mit einem Wasserfilter wäre man immerhin auf der sicheren Seite, da bestimmte Substanzen aus dem Wasser herausgefiltert werden, ganz egal welche Grenzwerte über- oder unterschritten werden.

Kritik an Wasserfiltern

Kritiker behaupten, Wasserfilter würden das Wasser nicht reinigen, sondern sogar noch weiter verunreinigen. Als Argument wird dabei angeführt, dass solche Filter schlecht verarbeitet sind und schlichtweg nicht funktionieren.

Dem kann man aus dem Wege gehen, indem man qualitativ hochwertige Produkte kauft und die Filterkartuschen regelmäßig auswechselt – dann sollte es keine Probleme geben und die Kritik an Wasserfiltern verstummt.

Fazit: Wasserfilter sinnvoll oder nicht?

Wollen wir diesen Artikel einmal kurz zusammenfassen:

  • Wasserfilter sind nicht lebensnotwendig
  • Leitungswasser kann auch ohne Filtrierung getrunken werden
  • Wasserfilter entfernen Kalk und erhöhen so die Lebenserwartung von Küchenmaschinen
  • Wasserfilter entfernen unerwünschte Stoffe, die über Umwege ins Leitungswasser gelangen
  • Es gibt keine Garantie, dass Trinkwasser immer und überall die gewünschten Standards erreicht
  • Im Zweifelsfall ist man mit Wasserfiltern auf der sicheren Seite

Das heißt also, dass Wasserfilter sinnvoll sind, wenn man auf der sicheren Seite sein möchte und nur qualitativ hochwertige Produkte erwirbt.

Letzte Aktualisierung am 7.09.2017 um 23:21 Uhr / Affiliate-Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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